Erfahrungsbericht am 29.03.2004
Seit dem Erstflug der DO 335 am 15.03.2003 ist inzwischen ein Jahr vergangen.
Ca. 20 Flüge hat die Maschine hinter sich.
Aufgrund der dabei gemachten Erfahrungen habe ich einige Änderungen vorgenommen.
Die meisten Probleme hatte die Maschine mit dem Fahrwerk. Mal lösten sich
die Schläuche am Drucktank, der im hinteren Motorraum untergebracht war,
mal hatte ein Druckschlauch Kontakt mit dem Schalldämpfer. Das führte jedes
Mal zum Druckverlust im Flug. Die Landung musste dann ohne Fahrwerk durchführt
werden. Dabei war jedesmal die vordere Luftschraube fällig. Diese Schwachstellen
wurden dadurch behoben, dass nur ein Drucktank im Bug der Maschine untergebracht
wurde und die Leitungen so verlegt wurden, dass keine Scheuerstellen und
keine Kontakte zu heißen Teilen mehr entstehen konnten. Dennoch gab es weiterhin
Probleme mit dem Fahrwerk, da das linke Fahrwerk nicht vollständig einfahren
wollte, stattdessen riss bei jedem Flug die Fahrwerksabdeckung ab. Das hatte
wohl strömungstechnische Ursachen. Mit Hilfe eines Brettchens (s. Bild),
das sich auf der Bremstrommel des Fahrwerks abstützt, aber noch ein Einfedern
des Fahrwerks zulässt, habe ich erreicht, dass die Luftströmung nicht mehr
so kräftig hinter die Abdeckung fassen kann. Jetzt muss ich die Maschine
beim Einziehen des Fahrwerks nur langsam genug machen, dann rastet das Fahrwerk
auch ein.
Bei den ersten Flügen war die Kabinenhaube fest am Rumpf angeklebt. Es
zeigte sich sehr bald viel Dreck im Cockpit und einige Instrumente hatten
sich durch Vibration vom Armaturenbrett gelöst. Das sah sehr unschön aus.
Die Ursache für die Verschmutzung lag in der Konstruktion des Fahrwerkschachtes
des Bugfahrwerks. Durch Abkleben der Kante von Rumpf und Fahrwerkschacht
mit Tesafilm kann man diese Stelle so dicht machen, dass kein Schmutz mehr
angesaugt wird.
Zum Glück trat der folgende Fehler nicht in der Luft, sondern am Boden
auf: Beim Ruderscheck vor dem Flug merkte ich, dass nur ein Höhenruder funktionierte.
Die Fehlersuche gestaltete sich schwierig, da Empfänger mit DPSI 2001 nur
schwer zugänglich war. Aufgrund der Steckeranordnung bei der Doppelstromversorgung
hatte ich keine Chance, diesen kleinen Fehler auf dem Flugplatz zu beheben.
Aus den beschriebenen Gründen, baute ich das Cockpit so um, dass ich jetzt
an alle Servostecker komme, wenn ich die Cockpithaube und die Panzerplatte
hinter dem Piloten abnehme. Um das zu erreichen habe ich auch die Doppelstromversorgung
ausgetauscht. Jetzt verrichtet das PM-System-Plus von Engel seinen Dienst
in der DO 335. Die Steckeranordnung dieses Systems gefällt mir besser als
die Anordnung der DPSI 2001. Den Schalter der Anlage mit den Kontrollleuchten
habe ich ins Cockpit verlegt ( s. Bild). Daneben ist noch ein Stift zur
Druckanzeige zu sehen.
Da ich das Modell mit Ambitionen für Semiscalewettbewerbe gebaut habe,
musste ich natürlich auch alle Kennzeichen und Beschriftungen der Originalmaschine
anbringen. Auch Antenne, Kanonen und Staurohr entsprechen dem großen Vorbild.
Die folgenden 9 Bilder sollen einen Gesamteindruck vom Erscheinungsbild
dieses außergewöhnlichen Modellflugzeuges vermitteln
... ist das nicht herrlich
?